So ein Browserspiel ist schnell entwickelt. Eine Community kommt bei guten Projekten noch schneller zusammen. Wie sieht es aber aus, wenn ein Browserspiel stirbt?
Der Kern eines Browsergames ist nicht das Spiel an sich, sondern die Community drum herum. Tabellen und mittelprächtige Grafiken begeistern nur dann, wenn man mit Freunden gemeinsame Aktionen plant und durchführt. Browsergames besitzen eine starke soziale Komponente.
Dies wird oft noch dadurch verstärkt, dass die Entwickler sich selbst als Teil dieser Community begreifen. Also auf Spielerwünsche eingehen, regelmäßig in Foren und Chats auftauchen und den Spielern so das Gefühl geben, das Spiel, das sie spielen, selbst zu gestalten. Dieser Einfluss bringt Spieler auch dazu, Bugs und Ausfälle zu verzeihen und sich nicht sofort anderen vermeintlich professionelleren Browsergames zuzuwenden.
Die Bedeutung von Multiplikatoren
Fällt diese Gefühls-Komponente aber weg, weil der oder die Entwickler sich aus der Community verabschieden, kann das fatale Auswirkungen haben. Galaxywars war einst der hellste Stern am Browsergames-Firmament. Mehrere hunderttausend Spieler sollen sich zur besten Zeit dort getummelt haben. Zwar gab es mehrfach Aussetzer. Dass der Entwickler aber seine Motivation verloren hatte, hatten die meisten Spieler nicht mitbekommen. Doch einige Spieler wirkten wie Multiplikatoren: Allianz-Anführer und Ranglistenstürmer, die in der öffentlichen Community-Wahrnehmung eine besondere Rolle gespielt haben, waren bestens über die Situation informiert und sie haben ihre Unzufriedenheit in die Foren und Chats getragen. Aber nicht nur das: Einige organisierten den vollständigen Umzug der von ihnen geführten Allianzen in andere Browsergames! Das konnte dann schon mal den Transfer von mehreren hundert Spielern auf einmal bedeuten. Zuzüglich weiteren, die es dorthin zog, wo jetzt das Leben spielt und die Publicity für das neue Browserspiel, die durch den Umzug entstand.
Kommt sowas häufiger vor, kriegen das selbst die nicht so Community-affinen Spieler mit und fangen an sich umzuschauen. Wenn es um sie herum nur noch inaktive Spieler gibt und alle ihnen erzählen, dass sie ihr Glück woanders probieren sollten, dann fällt auch ihnen der Wechsel leicht.
Browsergames sterben schnell
Das Ergebnis? Hat so eine Todeswelle erst einmal eingesetzt, ist sie kaum noch aufzuhalten. Und sie entwickelt sich schnell. X-Wars, 2003 noch von etablierten PC-Spiele-Magazinen als bestes Browserspiel ausgezeichnet, hat heute nur noch wenige hundert Spieler. Wenige Wochen oder Monate Entwicklungsstillstand sorgen dafür, dass ein Spiel stirbt.
Tags: Community













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Dein Artikel ist zwar schon ein paar Jährchen alt, aber er stimmt natürlich immer noch. Die Entwicklung von Browsergames muss konstant vorangetrieben werden, sonst läuft diee Community davon. Andererseits steigen mit wachsender Spielerschar die Ansprüche an den oder die Admins, die das Spiel usprünglich vielleicht aus “Langeweile” in ihrer Freizeit entwickelt haben, mittlerweile aber im echten Leben andere Verpflichtungen haben. Daher werden dauerhaft nur professionelle Browsergames Erfolg haben können, die von Firmen wie etwa innogames getragen und kontinuierlich betreut werden.