AStA – das Kürzel steht für „Allgemeiner Studierendenausschuss“, die gewählte Vertretung der Studierendenschaft. Anderswo ist dieser nicht selten eine Spielwiese linker und linksextremistischer Politfunktionäre, die die finanziellen Ressourcen des AStA nutzen, um ein klein wenig Weltrevolution zu spielen.
So ein bisschen neidisch bin ich schon, wenn ich mir beim LAT, dem Treffen aller ASten in NRW, die Geschichten spannender Demonstrationen, Besetzungen und des revolutionären Kampfes gegen Ausbeutung, Überwachungsstaat und Unterdrückung anhören darf. Daneben ist Hochschulpolitik doch ein eher langweiliges Feld.
„Kapazitätsverordnung“
Hochschulpolitik erfordert eine gewisse Detailversessenheit. Begriffe wie „Kapazitätsverordnung“ sind schon in sich der Versuch einer bürokratischen Abschreckung. Hochschulpolitik erfordert viel Einarbeitungszeit, damit man die grundlegenden Zusammenhänge versteht.
Dabei ist eine starke studentische Vertretung wichtig. Fast alle Beschlüsse in Universitätsgremien betreffen Studium und Studierendenschaft. Zwar haben wir in den Gremien keine Mehrheit, aber wir brauchen Vertreter, die Argumente vorbereiten, einbringen und wirkungsmächtig überzeugen. Dabei kann und muss der AStA eine wichtige Rolle übernehmen.
Zusammenarbeit funktioniert
Seit April ist der AStA in Bonn keine Spielwiese linker Politfunktionäre mehr. Zum ersten Mal seit Langem gibt es eine ernsthafte Zusammenarbeit mit den studentischen Mitgliedern der Universitätsgremien und der Fachschaftenkonferenz.
Das zahlt sich aus: In vielen Bereichen können wir den studentischen Gremienvertretern wichtigen inhaltlichen Input liefern und Ihre Arbeit mit Recherchen und Argumenten untermauern. Konzertierte Aktionen bringen die Universität zum Umdenken: Wenn der AStA Unterschriften sammelt, die Fakultätsräte Beschlüsse herbeiführen und Fachschaften, wo immer möglich dieses Thema ansprechen, dann ist auch eine Stipendienstiftung aus Studienbeiträgen nicht mehr unverrückbar.
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