Browserspiele 70 Millionen Euro wert

Der Browserspiel-Publisher Bigpoint hat den Besitzer gewechselt: Für 70 Millionen Euro übernimmt NBC Universal sämtliche Anteile am Unternehmen.

Wie bereits diskutiert, bemisst sich der Wert von Browsergames nur zu einem sehr geringen Teil aus den Spielen selbst. Wertvoll sind die Spieler. Hochrechnungen an Hand der “jetzt gerade online”-Zahlen lassen auf einen Spielerstamm von vielleicht 3 Millionen Spielern bei Bigpoint schätzen, von denen sich auch nur ein Teil täglich einloggt. Es wurden damit über 20 Euro pro aktivem Spieler gezahlt. Eine stolze Summe.

Über den Lebenszyklus von Browsergames

So ein Browserspiel ist schnell entwickelt. Eine Community kommt bei guten Projekten noch schneller zusammen. Wie sieht es aber aus, wenn ein Browserspiel stirbt?

Der Kern eines Browsergames ist nicht das Spiel an sich, sondern die Community drum herum. Tabellen und mittelprächtige Grafiken begeistern nur dann, wenn man mit Freunden gemeinsame Aktionen plant und durchführt. Browsergames besitzen eine starke soziale Komponente.

Dies wird oft noch dadurch verstärkt, dass die Entwickler sich selbst als Teil dieser Community begreifen. Also auf Spielerwünsche eingehen, regelmäßig in Foren und Chats auftauchen und den Spielern so das Gefühl geben, das Spiel, das sie spielen, selbst zu gestalten. Dieser Einfluss bringt Spieler auch dazu, Bugs und Ausfälle zu verzeihen und sich nicht sofort anderen vermeintlich professionelleren Browsergames zuzuwenden. (weiterlesen…)

Symbolbild

Ein Wachstumsmarkt: Jetzt noch einsteigen?

Klar, es gibt schon dutzende erfolgreiche Browserspiele. Und zählt man die kleineren mit, dann kommt man sicher in die hunderte. Aber was ist, wenn man jetzt noch eine neue Idee hat? Kann man dann noch erfolgreich einsteigen und damit vielleicht sogar richtig Geld verdienen?

Kein kapitalintensives Business
Die Entwicklung von Browserspielen ist kein besonders kapitalintensives Gewerbe ist. Man braucht keine Millionen investieren, um überhaupt etwas zurückzuerhalten. Die Entwicklung eines gewöhnlichen Browserspiels erledigen ein Programmier und ein Grafiker in wenigen Wochen oder Monaten. Einzelne Server kosten nur noch sehr wenig Geld. Dementsprechend überschaubar sind die Kosten, die am Anfang entstehen. Das wiederum minimiert auch das Risiko. Denn wer nicht viel investiert hat, der kann auch nicht viel verlieren. (weiterlesen…)

Bigpoint und Gameforge: Der Kampf um die Vorherrschaft

Denkt man an Browserspiele und Kommerzialisierung, fallen einem sofort zwei Namen ein: Bigpoint und Gameforge.

Gameforge
Die Firma Gameforge entstand aus einem Zusammenschluss: Die beiden Gesellschafter brachten jeweils ihre selbstentwickelten und erfolgreichen Titel Ogame und Wogen des Schicksals ein. Fertig war der Einstieg in eine Wachstumsgeschichte.

Das Expansionskonzept hinter Gameforge ist relativ einfach erklärt: Internationalisierung. Als die Browserspiele-Szene noch im Entstehen war, begann Gameforge schon damit erste erfolgsversprechende Titel wie z.B. Travian für das Ausland zu lizensieren. Anders als in Deutschland war die Entwicklerszene anderswo nicht so stark. Trotzdem gibt es ein ähnlich starkes Interesse an Browserspielen wie in Deutschland. Auch waren so die Kosten leicht kalkulierbar. Die Firma schrieb so von Anfang an schwarze Zahlen. (weiterlesen…)

Marketing mit Moneten

Die meisten Browserspiele fangen irgendwann einmal damit an, dass der Admin all seine Freunde einlädt. Wenn die Gefallen an dem Spiel finden, dann schaffen sie schnell neue Leute ran. Das Spiel wächst organisch. Aber organisches Wachstum lässt sich nur schwer steuern und kommt auch gerne mal zum erliegen.

Ein paar Browserspiele sind deswegen einen Schritt weiter gegangen, sie betreiben “richtiges” Marketing. Und richtiges Marketing heißt, richtiges Geld in die Hand zu nehmen. Fangen wir einfach mal an: (weiterlesen…)