In der sozialen Marktwirtschaft gibt es kaum einen Ort, der so hierarchisch organisiert ist wie eine Universität. Am letzten Freitag hat mich ein Fernsehteam des WDR-Magazins „Westpol“ besucht, um sich die Missstände in der Lehre zeigen zu lassen. Also standen wir im Eingang des Juridicums und haben uns die Klagelieder der passierenden Studenten angehört: Über Studienbedingungen und die Betreuung durch die Professoren. Irgendwann fragt dann der WDR-Reporter: „Würden Sie das auch vor der Kamera sagen?“ Vehementes Kopfschütteln – Auf keinen Fall. Man wisse ja nicht, welcher Professor die Diplomarbeit betreuen wird. Nicht, dass man ausversehen dem Falschen auf die Füße tritt.
Schicksale hängen ab von der Bewertung eines einzelnen Professors. Kritik beendet Karrieren. Das Humboldt-Studium unterbindet jedes Aufbegehren. Kein Unternehmen kann es sich leisten, so mit seinen Mitarbeitern umzugehen. (weiterlesen…)















Studentenvertretungen: Die zehn größten Verschwendungen
Podcast beim INSM-Ökonomenblog
"Das Geld fließt nicht in Qualität"
Umstrittene Rankings, verpatzte Bologna-Reform



